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Wichtige Telefonnummern für Zuhause: Vorlage und Aufbau

Kurz gesagt: Eine gute Telefonliste für Zuhause hat vier Blöcke: Notruf und Giftinformation, Familie und Kontakte, Ärzte und Apotheke, Haus und Technik. Schreibe Nummern groß und lesbar auf ein Blatt, hänge es sichtbar an Kühlschrank oder Tür und prüfe die Einträge zweimal im Jahr auf Aktualität.

Diese Nummern gehören auf die Liste

Ganz oben stehen die Nummern, die niemand suchen soll. Der europaweite Notruf 112 für Feuerwehr und Rettungsdienst, die 110 für die Polizei und der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116117. Dazu die Nummer deiner regionalen Giftinformationszentrale, falls Kinder oder Haustiere im Haushalt leben. Die Nummer unterscheidet sich je nach Bundesland, schau die Nummer einmal nach und trage diese ein.

Darunter folgen persönliche Kontakte. Wer wird im Notfall angerufen? Partner, Eltern, Geschwister, gute Nachbarn. Schreibe dazu, in welcher Beziehung die Person steht, denn wer die Liste liest, ist vielleicht Babysitter, Gast oder Besuch und kennt die Namen nicht.

Darunter stehen die Praxen von Hausarzt, Kinderarzt und Zahnarzt, die nächstgelegene Apotheke und die Krankenkasse mit Versichertenservice. Zum Schluss kommen Haus und Technik: Hausverwaltung, Vermieter, Heizungsnotdienst, Strom- und Wasserversorger, Schlüsseldienst, Internetanbieter, Bank für die Kartensperre.

Ordnen und gut lesbar machen

Eine Liste hilft nur, wenn man den Text in Eile lesen kann. Verwende eine große Schrift, mindestens vierzehn Punkt, und verteile die Nummern auf vier klare Blöcke mit Überschrift. Setze die Notrufnummern fett und rahme den Block leicht ein. Ein weißes Blatt mit schwarzer Schrift ist besser lesbar als farbige Hintergründe.

Schreibe die Nummer immer mit Vorwahl, auch bei Ortsgesprächen. Dann klappt der Anruf auch vom Handy aus. Notiere bei Praxen die Sprechzeiten in einem Satz. Im Notfall nützt dir die Nummer nichts, wenn niemand erreichbar ist.

Vermeide zu viele Einträge. Zwanzig Nummern auf einem Blatt sind genug. Was du nur einmal im Jahr brauchst, etwa den Schornsteinfeger, kann in den Haushaltsordner.

Wo die Liste hängen sollte und wie der Inhalt aktuell bleibt

Hänge die Liste dorthin, wo alle vorbeikommen: Kühlschrank, Flurwand oder Innenseite der Küchentür. Eine zweite Kopie gehört in den Haushaltsordner, eine dritte als Foto auf das Handy. Wenn Betreuungspersonen kommen, zeige den Platz der Liste.

Lege dir zwei Termine im Jahr fest, an denen du die Liste prüfst, zum Beispiel beim Wechsel der Uhr im Frühjahr und im Herbst. Dann wird der Inhalt nie ganz veraltet. Prüfe dabei, ob alle Handynummern noch stimmen, ob sich Praxen geändert haben und ob neue Kontakte fehlen.

Datenschutz beachten: Hängt die Liste im Flur und Besuch kann mitlesen, schreibe nur das Nötige. Bankdaten oder Passwörter gehören nicht auf diese Liste, sondern an einen sicheren Ort.

Eine Liste für einen Familienhaushalt

Eine Familie mit zwei Kindern legt ein DIN-A4-Blatt an. Oben stehen in einem Rahmen 112, 110 und 116117, dahinter der Hinweis Adresse nennen, ruhig bleiben. Darunter folgt ein Block Familie mit Mama, Papa, Oma und Nachbarin im Erdgeschoss, jeweils mit Handynummer. Der dritte Block listet Kinderarzt, Hausarzt, Apotheke und Giftinformation. Unten stehen Vermieter, Heizungsnotdienst und Kartensperre. Das Blatt hängt an der Kühlschranktür, ein Foto liegt auf allen Handys, und im Kalender steht zweimal im Jahr der Termin zum Aktualisieren. Das Ausfüllen dauert eine halbe Stunde, einmal am Abend.

Checkliste zum Abhaken

Häufige Fragen

Welche Notrufnummern gelten in Deutschland?

Die 112 ist der Notruf für Feuerwehr und Rettungsdienst, die 110 erreicht die Polizei, und der ärztliche Bereitschaftsdienst ist unter 116117 zu erreichen. Die Nummern sind bundesweit gleich und kostenlos.

Reicht es, die Nummern im Handy zu speichern?

Nicht immer. Akku leer, Handy gesperrt oder ein Besucher ohne Zugriff: dann hilft ein Zettel an der Wand. Speichere die Nummern im Handy und hänge die Liste zusätzlich sichtbar auf.

Wie oft sollte ich die Liste aktualisieren?

Zweimal im Jahr ist ein guter Rhythmus. Setze dafür feste Termine in den Kalender. Zusätzlich änderst du die Liste sofort, wenn sich Nummern, Ärzte oder Betreuungspersonen ändern.

Gehören Passwörter und Bankdaten auf die Liste?

Nein. Die Liste hängt sichtbar und kann von Besuch gelesen werden. Für Zugangsdaten nutzt du besser einen Passwortmanager oder einen sicher verwahrten Ordner, getrennt von dieser Liste.

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Stand: November 2026